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10 Jahre Steuerfreiheit mit Wechselkennzeichen
Für die Käuferseite setzt die Bundesregierung mit dem „Regierungsprogramm Elektromobilität“ Anreize zum Kauf von Elektroautos. Deutschland soll auf diesem Weg zum führenden Markt für Elektromobilität aufsteigen, bis zum Jahr 2020 sollen hierzulande mindestens eine Million Elektroautos unterwegs sein, für das Jahr 2030 ist eine Zahl von sechs Millionen angestrebt. Als Schritt dorthin wird im nächsten Jahr der Kauf eines Elektroautos noch attraktiver.
Verkehrsminister Peter Ramsauer kündigte für den Sommer 2012 die Einführung eines Wechselkennzeichens und die Befreiung von der Kfz-Steuer für insgesamt zehn Jahre an. Besitzer eines reinen Elektroautos waren bisher fünf Jahre von der Kfz-Steuer befreit, diese Regelung wurde nun um weitere fünf Jahre verlängert. Das bedeutet, dass Besitzer eines E-Mobils insgesamt zehn Jahre keine Kfz-Steuer zahlen müssen. Laut Bundesregierung gilt die Befreiung für alle Elektroautos, die in der Zeit vom 18.05.2011 bis 31.12.2015 erstmals zugelassen werden.
Die Regelung tritt im Sommer 2012 in Kraft, die Auto-Versicherer arbeiten zurzeit an speziellen Tarifen. Für den Bundesverkehrsminister schafft das neue Kennzeichen mehr Raum für den Kauf eines Elektroautos. „Wir wollen damit die Nutzung mehrerer Fahrzeuge erleichtern und einen Anreiz zum Kauf eines umweltfreundlichen Zweitfahrzeuges, etwa eines Elektroautos, setzen“, sagte Peter Ramsauer. Das Schild wird aus zwei Teilen bestehen, ein Teil wird an jedem der beiden Autos fest angebracht, der zweite Teil wird immer an dem Auto montiert, mit dem man gerade fährt. Mehr Informationen finden Sie hier.
Redaktion: Energie Marketing Agentur
Opel Ampera wird doch ausgeliefert
Entgegen vieler Medienberichte über die gestoppte Auslieferung des Elektroautos Ampera, geht Opel nun in die Offensive. Wie das Unternehmen mit Sitz in Rüsselsheim gegenüber „Autohaus Online“ mitteilte, könne es bei aktuell anstehenden Auslieferungen an Endkunden zwar zu “geringfügigen Lieferverzögerungen” kommen, aber die Belieferung der Handelspartner habe begonnen: Über 100 Fahrzeuge seien bereits in den Autohäusern. Weitere Fahrzeuge sollen folgen. Der Autobauer korrigierte damit Medienberichte der letzten Tage, die für Wirbel gesorgt hatten.
So hatte die Nachrichtenagentur dpa geschrieben, Opel habe die Auslieferung seines Elektroautos an Endkunden gestoppt. Als Grund für die Verzögerungen nannte Opel die Folgen des Batteriebrandes in einem Chevrolet Volt in den USA. Die US-Verkehrssicherheitsbehörde National Highway Traffic Safety Administration (NHTSA) hatte das Schwestermodell des Ampera im Mai einem Crashtest unterzogen. Drei Wochen nach den Tests kam es bei dem Fahrzeug jedoch zu einer Entzündung. Laut NHTSA hatte sich die Lithium-Ionen-Batterie erhitzt, weil das Kühlsystem beim Aufprall beschädigt worden war. Die Experten machten den Fall im November öffentlich und leiteten eine Untersuchung ein.
Nach Ansicht des Opel-Mutterkonzerns General Motors hätte der Brand verhindert werden können, wenn die NHTSA die für die Lithium-Ionen-Batterie geltenden Sicherheitsrichtlinien eingehalten hätte. Laut Opel bestand der Wagen alle Tests “mit Bravur” und erzielte fünf Sterne beim Euro NCAP-Test. Auch der baugleiche Ampera sei “in einem Unfall sicher”, hieß es aus Rüsselsheim. Aktuell arbeite ein Team von GM und Opel an einem Verfahren, um das Batteriesystem nach schweren Unfällen zu prüfen und gegebenenfalls den Ladezustand der Batterie zu reduzieren.
Redaktion: Energie Marketing Agentur
Australischer Supersportwagen: Varley evR450
Der Markt für Elektromobilität hält noch viel Potential bereit und bietet weltweit Firmen gute Einstiegsmöglichkeiten in dieses junge Geschäftsfeld einzusteigen. Diesen traute sich auch das australische Unternehmen Varley Electric Vehicles, das bis dato als Hersteller von elektrischen Golfcarts und Arbeitsfahrzeugen bekannt war. Zur Feier zum 125-jährigen Jubiläum gönnte sich das Unternehmen etwas Besonderes und enthüllte ein Supersportwagen mit Elektroantrieb namens evR-450.
Das Herz der handgefertigten Elektrorakete mit aus dem Rennsport entliehenen Aluminium-Monocoque bilden zwei Elektromotoren von Ultramotive Technologies, Leistungselektronik von Tritium und eine 24 kWh-Lithium-Ionen Batterieeinheit. Der Varley evR-450 bietet erstaunliche Fahrleistungen: Mit einem Beschleunigungswert von 3,8 Sekunden für den Sprint von 0 bis 100 km/h und einer Spitzengeschwindigkeit von 180 km/h bildet er auf der Straße einen bleibenden Eindruck, der weltweit seine Fans finden dürfte.
Zunächst wird aber ab Januar 2012 mit dem Varley evS-450 eine etwas schwächere Version angeboten. Diese benötigt 4,6 Sekunden bis 100 km/h und fährt Spitze 160km/h. Die Reichweite liegt bei beiden Modellen bei bis zu 160 km. Eine Version mit einer Reichweite von bis zu 300 km soll noch folgen. Das Spitzenmodell Varley evR-450 soll gut 150.000 € kosten, der Preis für das Einstiegsmodell ist noch nicht bekannt. Mehr Informationen und Bilder finden Sie hier.
Redaktion: Energie Marketing Agentur
Modernes Wohnen im “Effizienzhaus Plus”
Am vergangenen Mittwoch eröffnete Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel gemeinsam mit Bundesbauminister Dr. Peter Ramsauer das “Effizienzhaus Plus” in Berlin Charlottenburg. Bei diesem Vorzeigeobjekt handelt es sich um ein Einfamilien-Wohnhaus für vier Personen, das unter höchsten ökologischen und zugleich ästhetischen Kriterien gebaut wurde. Der Architekt des Gebäudes, Werner Sobek aus Stuttgart, äußerte bei seiner Ansprache zu diesem Thema, dass ein Effizienzhaus nicht aussehen müsse wie eine Thermoskanne mit Gucklöchern als Fenster.
Auf dem Dach wurde eine Photovoltaikanlage mit 60 Modulen montiert. Die Besonderheit: Die mit Photovoltaik und Erdwärme erzeugte Elektrizität des Gebäudes ist annähernd doppelt so hoch wie der Verbrauch. Die überschüssige Energie wird gespeichert und lädt über ein Induktionsfeld die zum Gebäude gehörenden Elektrofahrzeuge auf. Neben der energieeffizienten Haustechnik zeichnet sich das Gebäude durch die Verwendung von recycelfähigen Baustoffen und Wohnmaterialien sowie die auffallende Gebäudeästhetik aus.
Das 130 Quadratmeter große Einfamilienhaus „Effizienzhaus Plus“ steht bis zum 29. Februar 2012 der Öffentlichkeit zur Besichtigung zur Verfügung. Es liegt in Berlin-Charlottenburg, Fasanenstraße 87 a, nahe Kurfürstendamm und Bahnhof Zoo. Öffnungszeiten sind jeweils Dienstag bis Sonntag von 11 bis 18 Uhr. Danach wird eine vierköpfige Familie das Haus beziehen und in die 15-monatige Testphase starten. Mehr Informationen finden Sie hier.
Redaktion: Energie Marketing Agentur
Streetscooter: E-Mobilität für 5.000 Euro
Die Elektromobilität wird in den nächsten Jahren und Jahrzehnten die individuelle Fortbewegung revolutionieren. Elektromobilität ist daher weit mehr, als “nur” Fortbewegungs- oder Transportmittel mit Strom aus der Batterie oder aus der Steckdose. Nicht ohne Grund steht das “e” im längst ziemlich populären Begriff “emobility” nicht nur für electric, sondern auch für ecologic, economic und efficient. Logische Schlussfolgerung: Alle elektromobilen Fortbewegungsmittel der Zukunft benötigen intelligente Antriebssysteme, die diesen Eigenschaften entsprechen.
Das Projekt “StreetScooter” der RWTH Aachen bringt Unternehmen der automobilen Zulieferindustrie sowie der elektromobilen Schlüsseltechnologie zusammen. Gemeinsam sollen alle erforderlichen Technologien für ein vollelektrisches Stadtfahrzeug entwickelt und in Serie gebracht werden. Gleichzeitig soll StreetScooter auch ein Modell für die Herstellung von Elektrofahrzeugen sein, denn schließlich wird ein Verkaufspreis von ca. 5.000 Euro (zuzüglich Mehrwertsteuer und Batterie) angepeilt.
Ein Beitrag steuert die in Franken beheimatete Wittenstein AG dazu: Ein sehr kompaktes und robustes Antriebssystem, das Motor, Elektronik und Getriebe integriert sowie Formel 1-verdächtige Beschleunigungswerte erzielt – und das vollkommen emissionsfrei. Von großer Bedeutung für das Projekt “StreetScooter” ist dabei, dass die verschiedenen Antriebsmodule optimal aufeinander abgestimmt sind und somit ein höchstmöglicher Wirkungsgrad erreicht wird. Zur Zeit wird geprüft, ob das Projekt nächstes Jahr in Serienproduktion gehen kann. Mehr Informationen finden Sie hier.
Redaktion: Energie Marketing Angentur













