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Farbiges CO2-Label für Neufahrzeuge

Kategorie: Energienews - 30. November 2011 17:14 Uhr

Die Änderung der Pkw-Energieverbrauchskennzeichnungsverordnung, kurz Pkw-EnVKV, tritt morgen am 1. Dezember in Kraft. Dann werden Neuwagen, die zum Verkauf angeboten werden, mit einem farbigen Energieeffizienzlabel, analog zu Kühlschränken und Waschmaschinen, gekennzeichnet. Als Maßstab für die Energieeffizienz von Pkw dient der CO2-Ausstoß. Darum bezeichnet man die neue Energiekennzeichnung auch als CO2-Label. Das neue CO2-Label löst die bisherige Kennzeichnung ab, die für Autokäufer wenig anschaulich war.
 
Entscheidend für die neue Kennzeichnung eines Pkw sind dann zwei Kriterien: der CO2-Ausstoß und das Gewicht des Fahrzeugs. Aber die Umwelt kommt mit diesem neuen Label dennoch unter die Räder. Es ist oft nicht »grün« drin, wo »grün« draufsteht. Autos mit hohem Verbrauch bekommen ein grünes Label, wenn sie nur schwer genug sind. Das Label dient damit nur bedingt dem Verbraucher und dem Klimaschutz. Es enthält Informationen, die hilfreich sind, aber der zentrale Punkt − das farbige, vergleichende Label − folgt zu sehr den Interessen der deutschen Autohersteller.

Für das Klima und den eigenen Geldbeutel ist es besser, einen Kleinwagen mit einem „C“ zu fahren als einen großen, schweren Pkw mit einem viel höheren CO2-Ausstoß, der mit „A“ oder „B“ einen tiefgrünen Mantel trägt. Mehr Orientierungshilfe beim Autokauf bietet z.B. der Verkehrsclub Deutschland (VCD). Dieser prüft jährlich über 400 Fahrzeuge auf ihre Umweltverträglichkeit, dabei fließen CO2-Ausstoß und damit auch die Energieeffizienz zu 60 Prozent in die Gesamtbewertung ein. Mehr Informationen finden Sie hier.

Redaktion: Energie Marketing Agentur

Elektrokonzepte der nächsten Generation von Honda

Kategorie: Energienews - 23. November 2011 17:07 Uhr

Mit einer spannenden Mischung aus Konzept- und Serienautomobilen, Motorrädern und Power Products präsentiert sich Honda bei der 42. Tokio Motor Show, die vom 3. bis 11. Dezember in der japanischen Hauptstadt stattfindet. Unter dem Titel “What makes people feel good?” zeigt der weltgrößte Motorenhersteller Mobilitätslösungen der Zukunft. Dazu zählen Elektrofahrzeugkonzepte der nächsten Generation mit zwei, drei oder vier Rädern für den Kurz-, Mittel- und Langstreckenverkehr. Sie sind je nach Einsatzgebiet auf Praktikabilität, Komfort oder Sportlichkeit ausgelegt.

Im Automobilbereich wird die Minifahrzeugserie N CONCEPT vorgestellt, die sich vor allem durch ein großzügiges Raumangebot auszeichnet. Mit N BOX ist in Tokio bereits das erste Produktionsmodell dieser Serie zu sehen. Im Motorradbereich werden zahlreiche Neuheiten gezeigt, darunter auch die Modelle NC700S, NC700X und INTEGRA, die mit dem neuen 670-cm3-Motor von Honda ausgerüstet sind. Zu den weiteren Messehighlights zählt die CRF250L, die leichtes Handling im Alltag und Off-Road-Eigenschaften vereint.

Das futuristische Mikro-Elektromobil, genannt“ Micro Commuter“  kann vielen Menschen eine neue Form der Mobilität ermöglichen, wenn es denn angenommen wird. Das Fahrzeug bietet die Vorteile einer neuen Verbindung zwischen Mensch und Mobilität und ein Äußeres, das der Besitzer ganz individuell nach seinen Wünschen gestalten kann. Weitere Konzeptfahrzeuge sind das Plug-in-Hybridfahrzeug “ AC-X“, das „SMALL SPORTS EV-KONZEPT“ und der “E-CANOPY, ein elektrisch betriebenes, dreirädriges Pendlerfahrzeug. Mehr Informationen (auf englisch) und Bilder zu den vorgestellten Konzeptfahrzeugen finden Sie hier .

Redaktion: Energie Marketing Agentur

Kälteschock für Elektrofahrzeuge

Kategorie: Energienews - 16. November 2011 17:04 Uhr

Auf dem Rollenprüfstand des Dekra Technology Centers gingen Experten der Frage nach, wie viel Ladeenergie beim Elektroauto auf der Straße ankommt, wo Energieverluste auftreten und wie hoch der Wirkungsgrad von Elektroautos ausfällt. Um die Tests realitätsnaher zu gestalten, schalteten sie bei „sommerlicher“ Fahrt (plus 22° C) zusätzlich die Fahrzeuglüftung (Mittelstellung) zu. Bei der simulierten „Winterfahrt“ (minus 5° C) arbeitete die Heizung auf Volllast, außerdem waren für jeweils 10 Minuten die Heckscheibenheizung und die Sitzheizung aktiv, zudem stand das Gebläse auf Automatik.

Unter diesen Bedingungen kamen bei sommerlichen Temperaturen von der Ladeenergie (18,30 kWh) oder ca. 56 Prozent als mechanische Antriebsenergie (10,17 kWh) auf der Straße an. Bei winterlichen Bedingungen (minus 5° C) stehen für die Antriebsmechanik nur noch 22 Prozent der Ladeenergie (4,11 kWh) zur Verfügung. Verantwortlich dafür ist vor allem die stark reduzierte Speicherkapazität der Batterie bei niedrigen Temperaturen . Bei plus 22° C erreichte das Prüffahrzeug, ein Citroen C-Zero, im Neuen Europäischen Fahrzyklus (NEFZ) eine Reichweite von 138 Km. Bei minus 5° C legte das Elektroauto mit einer Batterieladung nur noch 65 Km zurück. Damit reduziert sich der Aktionsradius um mehr als die Hälfte (minus 53 Prozent).

Neben der stark reduzierten Speicherkapazität der Batterie bei Kälte treten verschiedene Energieverluste in weiteren Bereichen wie Batterie, Leistungselektronik und Antrieb auf. Einzig positiv wird die Energiebilanz bei Kälte durch die Rückgewinnung von Bremsenergie (5,9 kWh) beeinflußt, damit stehen 18 Prozent (3,3 kWh) mehr Energie für den Betrieb des Fahrzeugs zur Verfügung, als bei 22° C. „Auffällig ist, dass ein Elektroauto bei sommerlichen Temperaturen deutlich effektiver mit der aufgewandten Energie umgeht als ein Verbrennungsmotor, bei Frost allerdings sinkt der Wirkungsgrad deutlich .“ so Andreas Richter, Leiter des Dekra Competence Center Elektromobilität.

Redaktion: Energie Marketing Agentur

Elektro-Truck von Renault im Paxistest

Kategorie: Energienews - 9. November 2011 17:31 Uhr

Letztes Jahr stellte der französische Fahrzeughersteller Renault den ersten Transporter mit reinem Elektroantrieb vor. Der Renault Maxity Elektrik weist damit weder Schadstoff- noch CO2-Emissionen auf. Der Pariser Getränkelogistiker Tafanel, der seit vielen Jahren eine saubere Transportpolitik betreibt, erhielt damals als erstes Unternehmen die Schlüssel zu einem Maxity Elektrik. Seit Mitte 2010 ist der kleine 4,5-Tonnen LKW mit 100 %igem Elektroantrieb unter echten Einsatzbedingungen unterwegs. „Er erledigt genau dieselbe Arbeit wie sein Vorgänger mit Verbrennungsmotor“, betont Tafanel-Standortleiter Xavier Thillaye.

Der Maxity ist mit einem automatisierten Getriebe und Lithium-Ionen-Batterien der neuesten Generation ausgestattet. Seine Höchstgeschwindigkeit beträgt 90 km/h, sein maximales Drehmoment erreicht er schon beim Anfahren. Um die Batterieleistung zu optimieren und den spezifischen Aufgabenstellungen für diese Art von Fahrzeug gerecht zu werden, kann die Höchstgeschwindigkeit beim Einsatz im Stadtverkehr auf 70 km/h begrenzt werden. Im Zusammenspiel mit der Rückgewinnung von Energie in den Bremsphasen beträgt seine Reichweite bis zu 100 km. Die Nutzlast liegt bei 2 Tonnen.

Aus der Sicht von Xavier Thillaye ist die Bilanz nach einem Jahr im Betrieb durchweg positiv. „Natürlich ist die ursprüngliche Investition höher, doch das muss man relativieren“, so seine Analyse, „denn er hat niedrige Betriebskosten und verbraucht natürlich keinen Kraftstoff. Außerdem hatten wir keinerlei technische Probleme mit ihm. „Den größten Unterschied macht sein leiser Betrieb“ so Thillaye. Denn mitten im Dauerlärm der französischen Hauptstadt erregt gerade diese Geräuscharmut Interesse bei Fahrradfahrern und Fußgängern.

Redaktion: Energie Marketing Agentur

Neues CarSharing-Konzept für E-Fahrzeuge

Kategorie: Energienews - 2. November 2011 17:09 Uhr

Fünf von neun Deutschen Solarpreisen gehen dieses Jahr nach Nordrhein-Westfalen. Klimaschutzminister Johannes Remmel wird den fünf Preisträgern am kommenden Samstag offiziell gratulieren: Die Solar-Siedlung in Gelsenkirchen-Schaffrath wird unter anderem für ihr Elektromobilitäskonzept in der Kategorie „Solares Bauen und Stadtentwicklung“ ausgezeichnet. Weitere Preise gehen an die Asselner Windkraft in Paderborn, an das Kölner Unternehmen Energiebau Solarstromsysteme und Dr. Dieter Attig erhält einen Sonderpreis für persönliches Engagement.

Die Siedlung der THS Wohnen in Gelsenkirchen-Schaffrath mit 422 Wohneinheiten wurde systematisch zur Solarsiedlung ausgebaut. Die Altbauten der Siedlung stammten aus dem Jahre 1960. Die ersten Energiesparmaßnahmen wurden bereits in den 80er Jahren umgesetzt, damals wurde der Wohnungsbestand der ehemaligen Bergarbeitersiedlung energetisch modernisiert. Um die Sanierung zur Solarsiedlung abzuschließen, wurde im Jahr 2008 Photovoltaikanlagen mit insgesamt 825 Kilowatt Spitzenleistung auf den nach Süden ausgerichteten Dächern gebaut. Der erzeugte Solarstrom deckt den durchschnittlichen Jahresbedarf von etwa 340 Haushalten.

Besonders lobenswert für die Solarpreis-Jury ist das von der THS Wohnen initiierte Elektrofahrzeug-Projekt. Das Elektrofahrzeug wird an einer Ladestation im Wohngebiet mit Ökostrom gespeist und im Rahmen eines CarSharing-Konzepts den Mietern kostenfrei zur Verfügung gestellt. In der Begründung der Jury heißt es, die Solarsiedlung Gelsenkirchen-Schaffrath sei aufgrund der vorbildlichen Sanierung im Wohnungsbestand und der Einbindung eines Mobilitätsangebotes im städtischen Raum ein Vorbild für weitere Wohnsiedlungen in anderen Städten.

Redaktion: Energie Marketing Agentur