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Diagnose für Elektroautos durch PräDEM
Seit Anfang Oktober arbeitet die Universität Kassel zusammen mit der Volkswagen AG und der TU Ilmenau an der Entwicklung zur frühzeitigen Erkennung von Fehlermeldungen im Gesamtsystem Elektrofahrzeug. Ziel des vom Bundesministerium für für Wirtschaft und Technologie ist die „Forschung für eine prädiktive Diagnose von elektrischen Maschinen in Fahrzeugantrieben“ oder kurz PräDEM genannt. Geplant sind Grundlagenuntersuchungen, Prüfstanduntersuchungen und On-Board-Diagnose möglicher Fehlermodi, akustische und thermische Auswirkungen einzelner Fehler und echtzeitfähige Signalverarbeitung.
Die Zahl der elektrischen Komponenten steigt auch in Autos mit Benzin- oder Dieselmotor seit Jahren an. Beispielsweise ist die bisher hydraulisch gesteuerte Lenkung in vielen Fahrzeugen schon durch eine elektrisch betriebene ersetzt worden, denn sie weist einen höheren Wirkungsgrad auf. Dadurch benötigt ein modernes Auto im normalen Fahrbetrieb 600 Watt elektrische Leistung. Wenn viele Verbraucher gleichzeitig Strom benötigten, können es kurzfristig auch einige Kilowatt sein. Es kann zu plötzlichen Spannungsabfällen kommen, wenn Generator und Batterie nicht genügend elektrische Leistung liefern.
Der Erfolg künftiger Fahrzeuge am Markt wird auch von seiner Zuverlässigkeit und Wartungsfreundlichkeit abhängen. Die Wissenschaftler entwickeln deshalb ein Diagnosesystem, wie es sie für Verbrennungsmotoren schon lange gibt. „Es geht darum, frühzeitig zu erkennen, ob eine elektrische Antriebsmaschine Probleme hat“, sagt Prof. Dr. Ludwig Brabetz, der Leiter des Fachgebiets. Ziel sei ein System, das die Werkstätten leicht bedienen und auswerten können. Zur Finanzierung der Forschungsarbeiten an der Universität Kassel stehen hierfür 1,6 Millionen Euro Projektmittel des Bundes bereit. Mehr Informationen hierzu finden Sie hier.
Redaktion: Energie Marketing Agentur
Neuer Radnabenantrieb passt in Serienfelge
Der deutsche Automobilzulieferer Schaeffler wurde im Rahmen der Leitmesse eCarTec mit dem “Bayerischen Staatspreis für Elektromobilität” in der Kategorie “Antriebstechnologie, Systemelektrik, Testsysteme” ausgezeichnet. Beim prämierten eWheelDrive handelt es sich um einen Radnabenantrieb, der insbesondere für elektrische Stadtfahrzeuge zukunftsweisende Fahrzeugarchitekturen und Raumkonzepte ermöglicht. Eine Jury bewertete aus rund 100 Einreichungen nach wissenschaftlichtechnischer Leistung, Vertriebsleistung, Sicherheit, Innovation, Engineering, Umsetzbarkeit, Entwicklungsstufe und Nachhaltigkeit.
Der eWheelDrive leistet bis zu 70 kW und verfügt über ein maximales Drehmoment von 700 Nm. Der Radnabenantrieb wurde hochintegriert ausgelegt, mit Antriebsmotor, Leistungselektronik, Flüssigkeitskühlung, Reibungsbremse und Steuerung im Rad. Das kompakte System findet in einer serienmäßigen Felge Platz. Die Raum- und Funktionsoptimierungen liefern Nutzraumgewinnung und verbesserte Manövrierbarkeit. Dieses ökologische und ökonomische Antriebskonzept ermöglicht neue Ansätze bei Stadtfahrzeugen.
Auf der bis heute in München stattfindenden Fachmesse für Elektromobilität eCarTec zeigen über 500 Aussteller aus 24 Ländern auf mehr als 20.000 m² Innovationen zum Thema Elektromobilität. ” Die Möglichkeit des kooperativen Bremsens zur Erhöhung der Fahrsicherheit und ein agileres Ansprechverhalten sind weitere Vorteile des eWheelDrive. Der eCarTec Award würdigt unseren Beitrag zu einer efficient future mobility. ” so Prof. Dr.-Ing. Peter Gutzmer, Vorstand Forschung und Entwicklung bei Schaeffler.
Redaktion: Energie Marketing Agentur
Deutsch-Chinesische Zusammenarbeit für Elektromobiltät
Nicht nur Mercedes-Benz und der chinesische Batterie- und Autohersteller BYD gründeten in jüngster Vergangenheit eine gemeinsame Kooperation. Auf einer zweitägigen Kick-off-Veranstaltung hat daher eine unter dem Dach der Deutsch-Chinesischen Normungskommission gegründete Unterarbeitsgruppe Elektromobilität nun ihre Arbeit aufgenommen. Über 50 Vertreter der jeweiligen Regierungen, Normungsorganisationen, Verbände, Wirtschaft und Wissenschaft nahmen an den Besprechungen teil.
Ziel ist es, die bilaterale wirtschaftliche und technische Zusammenarbeit zu fördern, den Dialog zur Normung zu verstärken und die Aktivitäten in internationalen Normungsorganisationen zu koordinieren. Der 1979 gegründete Deutsch-Chinesische Gemischte Wirtschaftsausschuss tagt jedes Jahr unter der Leitung der Minister abwechselnd in Deutschland und China. Er ist das wichtigste Koordinationsgremium des deutschen Wirtschafts- und des chinesischen Handelsministeriums.
Die Themen, die zur Bearbeitung anstehen, sind Ladesysteme, die Kommunikation zwischen Ladestation und Elektroauto, Ladestation und Elektroauto betreffende Sicherheitsaspekte sowie der Datenaustausch zwischen Ladestation und “Smart Grid”. So will Mercedes Benz bereits 2012 ein gemeinsam entwickeltes Elektroauto auf den Markt bringen. Daimler-Chef Dieter Zetsche sagte am Freitag: “Wir haben uns sehr ehrgeizige Ziele gesetzt, besonders das vielversprechende Segment der Taxis”, die in China in Zukunft auf Elektroantriebe umgestellt werden sollen, ist eine interessante Zielgruppe.
Redaktion: Energie Marketing Agentur
Audi macht sich fit für Elektro
Auf der kommenden Detroit Motor Show wird der Autohersteller Audi eine Premiere feiern: Der neue A6, mittlerweile die vierte Generation, wird erstmals mit Hybridantrieb vorgestellt. Ab Januar 2011 wird es den Oberklassewagen auch zu kaufen geben. Daher schult Audi im Werk Neckarsulm seine Mitarbeiter im Umgang mit Hybrid- und Elektroautos. Rund 3.000 Beschäftigte sind bereits für das Fahren und Arbeiten an Hochvoltfahrzeugen sensibilisiert, weitere 390 Beschäftigte haben im Bildungswesen die Schulung zur Elektrofachkraft für festgelegte Tätigkeiten erhalten.
Das Qualifizierungsprogramm „Elektromobilität“ soll die Mitarbeiter der A6-Montage fit machen. Die Abteilungen Entwicklung und Qualitätssicherung haben ihre Weiterbildung zur Elektrofachkraft Fahrzeugtechnik bereits erfolgreich abgeschlossen. „Natürlich ist es eine Herausforderung, künftig mit einer neuen Technologie zu arbeiten. Die Hybridtechnik des Audi A6 zu analysieren, wird für mich eine ganz neue Erfahrung“ erklärt ein Mitarbeiter. Die Weiterbildung zur Elektrofachkraft Fahrzeugtechnik ist IHK-geprüft, je nach Vorkenntnissen werden die Beschäftigten in Schulungen von bis zu 43 Tagen im Umgang mit der Hochvolttechnik qualifiziert.
Der Qualifizierungsprozess auf dem Weg zur Elektromobilität ist vergleichbar mit der Einführung der Aluminiumtechnologie bei Audi. Bei der Einführung des „Audi Space Frame“ Anfang der 90er Jahre wurden ebenfalls alle betroffenen Mitarbeiter kontinuierlich im Umgang mit dem neuen Werkstoff geschult. Aber anders als bei der Materialänderung, ist eine Qualifizierung für die Mitarbeiter heute wichtig, denn die Arbeiten an Hochvoltsystemen wie sie in E-Autos und Hybridautos zu finden sind, können beim falschen Umgang lebensgefährlich sein.
Redaktion: Energie Marketing Agentur













