Interner Bereich

Passwort vergessen?

Gefördert durch:

Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung

aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages

Logo: Modellregionen Elektromobilität

Logo: NOW - Nationale Organisation Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie


Inhalt

Pilotprojekt Smart Grid mit Siemens

Kategorie: Energienews - 15. April 2011 14:44 Uhr

Am 12. April startete ein Gemeinschaftsprojekt, um ein intelligentes Stromnetz, ein sogenanntes Smart Grid, in der Praxis zu testen. Die Allgäuer Überlandwerk GmbH (AÜW) stellt dafür einen Teil seines Stromversorgungsnetzes rund um Wildpoldsried, nordöstlich von Kempten, für das Smart-Grid-Pilotprojekt zur Verfügung. Siemens wird eine neu entwickelte Software implementieren mit der sich die Energieverteilung besser planen lässt und so das Netz effizienter betrieben werden kann. Die Gemeinde Wildpoldsried wurde ausgewählt, weil hier bereits deutlich mehr Strom regenerativ erzeugt als verbraucht wird.

Das selbstorganisierende Energieautomatisierungssystem von Siemens sorgt nun dafür, dass die vielen Photovoltaikanlagen, Windturbinen und Biogasanlagen, die die AÜW inzwischen ins Verteilnetz eingebunden hat, sich im Sinne eines intelligenten Stromversorgungsnetzes betreiben lassen. Dies schließt den Aufbau einer Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge ein, die den umweltfreundlich erzeugten Strom nutzen können. Eingebunden in ein Smart Grid können die E-Mobile den Strom speichern, wenn er im Überfluss zur Verfügung steht und speisen ihn zu Spitzenlastzeiten wieder zurück ins Netz.

Die weiteren Partner des Projektes, die RWTH Aachen und die Hochschule Kempten werden im nächsten Projektschritt gemeinsam planen, wo zusätzliche Messtechnik installiert werden muss, um kontinuierlich über den Zustand und die Auslastung des Netzes informiert zu sein. Die Messung von Strom und Spannung in engen Intervallen sowie lokalen Messstellen zugeordnet, bildet die Voraussetzung für eine effiziente Regelung des Netzes. Das vom Bundeswirtschaftsministerium gefördertes Projekt hat eine Laufzeit von zwei Jahren. Mehr Informationen erhalten Sie hier.

Redaktion: Energie-Marketing-Agentur

Elektromobilität benötigt differenzierte Förderung

Kategorie: Energienews - 4. April 2011 20:46 Uhr

Ausgehend vom Ziel der Bundesregierung, bis zum Jahr 2020 eine Million Elektrofahrzeuge auf Deutschlands Straßen zu haben, wurde errechnet, dass dies einer kumulierten Anschlussleistung von bis zu 5.000 MW entspricht. Dies bedeutet, dass parallel zur Fahrzeugförderung der Aufbau einer intelligenten Infrastruktur für das Be- und Entladen der Batterien erfolgen muss. Dies ist eine von vielen Ergebnissen, welche die neue Studie “Elektromobilität und Erneuerbare Energien – eine Betrachtung aus ökonomischer und rechtlicher Sicht” veröffentlicht.

Die Studie fordert für die erfolgreiche und effiziente Markteinführung eine differenzierte Förderung nach Fahrzeugklassen, ebenso wie die Förderung von “weichen” Instrumenten, wie die Mitbenutzung von Busspuren, kostenlose Parkplätze oder Nutzungsvorteile in Umweltzonen. Auch werden die Vor- und Nachteile von Steuerbegünstigungen und die Verbesserung der Gewährleistungsrechte für Batterien eingehend beleuchtet. Wichtigstes rechtliches Ergebnis ist die Feststellung, dass ein spezifischer Rechtsrahmen zur Förderung der Elektromobilität und einer systemintegrierten Kopplung an Erneuerbare Energien bislang kaum ausgebildet ist.

Empfohlen wird weiterhin, dass der Bund einen einheitlichen Qualitätsstandard für eine intelligente Ladeinfrastruktur definiert. Man sollte hier aus den Fehlern bei den Mobiltelefonen lernen, wo erst Jahrzehnte später eine Vereinheitlichung der Anschlüsse und Aufladegeräte erfolgte. Insgesamt wurden in der Studie für die Markteinführung der Elektromobilität und den Aufbau der Netzinfrastruktur 30 unterschiedliche Hemmnisse identifiziert. Die Studie der Bielefelder “Energie Impuls OWL” können Sie hier einsehen.

Redaktion: Energie-Marketing-Agentur