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Bundestagsabgeordnete fahren Erdgas-Fahrzeuge
Bei offiziellen Anlässen wie Staatsbesuchen können Zaungäste des politischen Berlin schnell erkennen, wer im Fonds der Staatskarosse sitzt. So ist dem Bundespräsidenten als Staatsoberhaupt das Nummernschild mit der Kennung “0 – 1″ vorbehalten, das Auto der Bundeskanzlerin etwa ist an “0 – 2″ und das des Außenministers an “0 – 3″ zu erkennen. Die Regierung und der Bundestag verfügt aber nur über einen relativ kleinen Fahrzeugpool von 34 Limousinen der Oberklasse.
Doch vorwiegend aus Sicherheitsgründen werden die Fahrzeuge mit diesen Kennzeichen meist nur bei offiziellen Anlässen benutzt. Für die täglichen Dienstfahrten werden unterschiedliche Fahrzeuge benutzt. Der deutsche Bundestag entschied sich für den Dienstleister RocVin Dienste GmbH. Dieser Fahrzeug-Service bietet auch gepanzerte Limousinen und Fahrer mit einer speziellen Sicherheitsausbildung.
Ab Juni dieses Jahres wird RocVin in ihren Fuhrpark Erdgasfahrzeuge integrieren, die für den Fahrdienst des Bundestages eingesetzt und mit Bioerdgas betrieben werden. Der Schnitt der Fahrzeuge, die für die Abgeordneten eingesetzt werden, soll dann im ersten Schritt nur noch bei 130 Gramm CO2 pro Kilometer liegen. Von Vorteil hierfür ist, daß in Berlin das dichteste Erdgas-Tankstellennetz mit derzeit 27 öffentlichen Erdgas-Zapfsäulen, zur Verfügung steht.
Redaktion: Energie-Marketing-Agentur
Intelligente Mobilität von BMW
Der Münchner Fahrzeugbauer BMW denkt nun auch elektrisch. Zunächst werden zwei Fahrzeuge, i3 und i8, ab 2013 sogar unter einer neuen Marke an den Start gehen. „BMW i steht für konsequente Ausrichtung auf Nachhaltigkeit“, erklärt Ian Robertson, Mitglied des Vorstands der BMW AG in München. Die neue Marke umfasst Fahrzeuge und Services, die seit 2007 im Rahmen von „project i“ entwickelt wurden. BMW reagiert damit auf die neuen Kundenbedürfnisse: Die Nachfrage nach alternativen Antriebsformen, wie Elektroantrieb oder Hybriden. Viele Menschen suchen nach Angeboten, die die Vorteile verschiedener Mobilitätsformen intelligent kombinieren.
Der i3, bisher als Megacity Vehicle bekannt, wird das erste rein elektrisch angetriebene Serienautomobil von BMW sein. Der i8 wird mit einem Plug-In Hybridantrieb angetrieben werden. Beide Fahrzeuge basieren auf einem neuen Konstruktionsprinzip. Ein Chassis aus Aluminium beherbergt jeweils den Antriebsstrang, die aufgesetzte Fahrgastzelle besteht in beiden Autos aus hochfestem, aber extrem leichtem kohlenstofffaserverstärktem Kunststoff (CFK). Durch ihre innovative Architektur und die Verwendung von CFK wird das Mehrgewicht der Batterien praktisch vollständig kompensiert.
Beide Fahrzeuge werden im Werk Leipzig produziert. Dazu investiert BMW bis 2013 rund 400 Mio. Euro in neue Gebäude und Anlagen und in rund 800 Arbeitsplätze. Darüber hinaus wird zukünftig das Angebot an Mobilitätsdienstleistungen deutlich ausgebaut. Zu diesem Zweck wurde die Beteiligungsgesellschaft BMW i Ventures gegründet. Sie wird mit bis zu 100 Millionen US-Dollar ausgestattet. Das New Yorker Unternehmen My City Way ist eines, der ersten Unternehmenbeteiligungen. My City Way ist eine Mobile App, die für Städte Informationen zu öffentlichen Verkehrsmitteln, verfügbaren Parkplätzen und lokalen Unterhaltungsangeboten anbietet.
Redaktion: Energie-Marketing-Agentur
Erste Praxisbeobachtungen von Elektrofahrzeugen
Seit Dezember 2010 sind in Deutschland mit dem Mitsubishi iMiEV, dem Peugeot iON und dem Citroën C-Zero die ersten Serienmodelle auf dem Markt. Auch wenn Elektroautos in Zeiten von Klimawandel und knapper werdendem Öl als Hoffnungsträger des Individualverkehrs gelten, wollen die drei Firmen in Deutschland zunächst jeweils nur rund eintausend Autos verkaufen. Denn preislich können Elektroautos mit normalen Autos nicht konkurrieren. Elektrofahrzeuge sind für Privatpersonen noch unverhältnismäßig teuer und rein betriebswirtschaftlich lohnen sie sich noch nicht.
Kostentreiber ist der Akku. Derzeit kostet eine Kilowattstunde Speicher etwa 800 Euro. “2020 erwarten wir Kosten von etwa 300 Euro pro Kilowattstunde”, sagt Stefan Bratzel vom Center of Automotive der Fachhochschule der Wirtschaft in Bergisch-Gladbach. Viele Hersteller geben Fahrleistungen von 130 bis 150 Kilometern für eine Akkuladung an, in der Realität sind die Reichweiten deutlich geringer. Sie liegen je nach Fahrweise und Witterung bei 80 bis 100 Kilometern. Viel weiter wird auch die nächste Generation nicht kommen, denn bezahlbare Akkus mit 500 Kilometern Reichweite sind noch nicht in Sicht.
Damit ist das rein elektrische Fahrzeug zur Zeit ein reines Stadtfahrzeug. Hier wird als großer Vorteil ihre Klimafreundlichkeit betont. Mit dem derzeitigen deutschen Strommix verursachen iMiEV, E-Mini und E-Smart jedoch mehr als 92 Gramm CO2 pro Kilometer. Diesen Wert unterbieten moderne Spar-Diesel und Hybrid-Autos schon heute. So sind Elektroautos keine CO2-Sparer. Nur mit zertifiziertem Ökostrom sind die Strom-Autos wirklich klimafreundlich. Werden sie zum Beispiel mit Windstrom betankt, liegt ihr CO2-Wert bei etwa 5 Gramm pro Kilometer.
Redaktion: Energie-Marketing-Agentur













