Interner Bereich

Passwort vergessen?

Gefördert durch:

Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung

aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages

Logo: Modellregionen Elektromobilität

Logo: NOW - Nationale Organisation Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie


Inhalt

Wundersame Rekordfahrt des Elektrofahrzeugs „lekker mobil“

Kategorie: Energienews - 19. Januar 2011 06:20 Uhr

Das Projekt sollte ein Erfolg werden: Mit einem Elektroauto 605 Kilometer von München nach Berlin. Denn bisher haben Elektroautos den Nachteil, das sie keine hohe Reichweite haben. Das Projekt wurde gemeinsam von dem Energieanbieter lekker Energie und dem Berliner Technologieunternehmen und „Akku Spezialisten” DBM Energy durchgeführt – begleitet wurde das Projekt auch vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie. Bei dem „lekker mobil” handelt es sich um einen umgebauten Audi A2 mit vier Sitzen, einen vollständig nutzbaren Kofferraum und Komfortfunktionen wie Klimatisierung und Sitzheizung.

Am 26.10.2010 startete die Rekordfahrt, von vielen Medien begleitet. Die Strecke wurde absolviert und selbst nach 626 gefahrenen Kilometern zeigte die Batterie unter dem Kofferraum des Elektroautos noch 18 Prozent Leistung an. Der Akku des Berliner Unternehmens DBM Energy wurde hochgelobt, selbst der deutsche Wirtschaftsminister Brüderle war vom Erfolg beeindruckt und sprach von einem Durchbruch für das Elektroauto. Doch schon während der Fahrt wurden Zweifel an der Akku Technologie laut, da das Rekordfahrzeug mehrmals für ca. 40 Minuten von den Begleitfahrzeugen nicht zu sehen war.

Ebenfalls Merkwürdig: Der Notar zur Beglaubigung der Rekordfahrt sagte die Teilnahme ab. Auch das Gewicht des Fahrzeugs ließ Zweifel aufkommen: Ein Audi A2 wiegt ca. 1.000 kg, der neue Akku wog ca. 100 Kilo, doch der umgebaute A2 hatte ein Gewicht von ca. 1.600 Kilo. Eine Untersuchung des Wagens lehnte DBM Energy aber bisher immer ab. Diese Woche gab DBM Energy einen Brand in einer Berliner Lagerhalle bekannt, dabei sei das Rekordauto komplett verbrannt. Das Unternehmen selber mache im ersten Quartal 2011 erst einmal “Pause”. Die dazu gehörige, ungewöhnliche Internetseite finden Sie hier.

Redaktion: Energie-Marketing-Agentur

Alternative Antriebskonzepte auf dem Prüfstand

Kategorie: Energienews - 12. Januar 2011 03:18 Uhr

Was jedem Autofahren mit klassischem Antrieb im vergangenen Jahr deutlich merkte, steht nun fest: Der Benzinpreis befand sich die meiste Zeit des Jahres auf Rekordwerten und schlug sogar das Jahr 2008. Insgesamt um mehr als 80 Prozent verteuerte sich der Treibstoff in den letzten 15 Jahren – und in den letzten drei Jahren wurde Rekord nach Rekord geknackt. Für 2011 rechnen die Experten mit noch weiter steigenden Preisen. Alternative Antriebskonzepte sind daher stärker denn je gefordert, insbesondere Lösungen, die auch für einen nachträglichen Einbau in konventionelle Fahrzeuge geeignet sind.

„Die Forschung ist bereits jetzt auf einem Stand, vollwertige Antriebskonzepte im seriennahen Stadium zu haben”, beschreibt Manfred Kaiser, Ingenieur  der in Darmstadt ansässigen Technogerma, die Prüfstände für Antriebssysteme entwickelt. Erdgas, Hybrid und Elektro sind die schlüssigsten Konzepte, Wissenschaft und Hersteller sind sich hier einig.  Aber moderne Otto- oder Dieselfahrzeuge verfügen über eine Fülle von Zusatzfunktionen, die jeder Autofahrer heute als selbstverständlich ansieht. Klimaanlage, elektrische Fensterheber oder die Sitzheizung  sind in einem PKW mit Verbrennungsmotor zwar verbrauchssteigernd, aber dennoch ein Abfallprodukt,  in einem reinen Elektroauto aber fatale Energieräuber.

“Besondere Forschung kommt daher der Energierückgewinnung zu. Die Komponenten der bereits in Serie gefertigten Fahrzeuge, wie z.B. der Mercedes-Benz S400 Hybrid, wurden auf einem Prüfstand der Darmstädter Zukunfts-Spezialisten abgestimmt. Leichte Bremsungen übernimmt komplett eine Generator/Elektromotor-Kombination als elektrische Bremse. Damit wird unmittelbar Energie gewonnen, um auch Energie für die umfangreichen Komfortfunktionen zu gewährleisten. Denn auch in kleineren Wagenklassen werden diese Antriebe Einzug halten.

Redaktion: Energie-Marketing-Agentur

Neue Mercedes-Benz Produktionshalle mit Geothermie temperiert

Kategorie: Energienews - 3. Januar 2011 05:59 Uhr

Im Werk Rastatt laufen ab Ende 2011 die ersten Fahrzeuge der Nachfolgegeneration der A- und B-Klasse vom Band. Dazu investiert die Daimler AG 600 Millionen Euro in das Werk Rastatt – in Ergänzung zu den bestehenden Gebäuden entsteht eine weitere Produktionshalle für den Karosserierohbau. Besonderheit des neuen Rohbaugebäudes: Ein innovatives und umweltfreundliches Energiekonzept, das neben der Abwärme aus dem Produktionsprozess auch die natürliche oberflächennahe Erdwärme (Geothermie) nutzt. Nun ist auf der Baustelle der  wichtigste Meilenstein erreicht: Die fünf Entnahme- und sechs Rückführungsbrunnen, Durchmesser jeweils 1,2 Meter, sind gebohrt und ausgebaut.

Grundwasser aus fünf bis 15 Meter Tiefe wird zukünftig zum Heizen und Kühlen der Produktionshalle genutzt und anschließend dem Erdreich wieder zugeführt. So lassen sich Jahr für Jahr rund fünf Million Kilowattstunden Energie einsparen und rund 800 Tonnen Kohlendioxid-Emissionen vermeiden. „Ein Gebäude mit 66.000 Quadratmetern Grundfläche mittels Geothermie zu temperieren: das hat Modellcharakter und zeigt, welchen Stellenwert der Umweltaspekt bei uns auch in der Produktion hat“, sagt Peter Wesp, Leiter des Mercedes-Benz Werks in Rastatt.

Zur Eignungsprüfung des Rastatter Werksgeländes wurde im Herbst 2008 eine positive geologische Erkundung durchgeführt. Oberflächennahe Geothermie ist eine erneuerbare Energie. Bei der Nutzung von Erdwärme dient das Grundwasser als Energiequelle. Selbst an kältesten Tagen beträgt die Temperatur des Grundwassers ca. 12° C. Die Förderung des Wassers zur Wärmepumpe erfolgt über den sogenannten Entnahmebrunnen. Zum Heizen entzieht die Wärmepumpe dem Grundwasser Energie, zum Kühlen wird dem Grundwasser Energie zugeführt. Das Wasser wird dem Erdreich anschließend über die Rückführungsbrunnen wieder zugeleitet.

Redaktion: Energie-Marketing-Agentur