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Energie aus Schlaglöchern
Um das Autofahren in Zukunft energieeffizienter zu machen, entwickelt das US-amerikanische Unternehmen Levant Power Corp. Stoßdämpfer, die aus Unebenheiten Strom gewinnen können. Der durch Bewegung gewonnene Strom kann dazu benutzt werden, die Scheibenwischer, die Belüftung oder die Cockpitbeleuchtung zu betreiben. Der Kraftstoffverbrauch soll dadurch um ein bis sechs Prozent reduziert werden können, je nachdem, ob die “Genshock-Stoßdämpfer” in einem herkömmlichen oder einem Hybrid-Auto verwendet werden.
Äußerlich sehen die Genshocks – bis auf einen Stromanschluss – aus wie andere Stoßdämpfer. Über diesen werden sie mit einer Kontrollbox verbunden, welche die Energieabgabe regelt und für das Fahrzeug nutzbar macht. Das wirkt sich natürlich auf den Preis aus, die Genshocks werden etwas mehr als herkömmliche Stoßdämpfer kosten. Das soll sich jedoch durch den geringeren Kraftstoffverbrauch rechnen. Noch feilen die Entwickler an dem Produkt, im zweiten Quartal 2011 sollen die neuartigen Stoßdämpfer auf den Markt kommen.
Mithilfe einer Förderung der amerikanischen National Science Foundation wurden die Genshocks bereits in Praxis an Hybrid-Trucks getestet. Der Einsatz in Lastwagen könnte für den Markterfolg entscheidend sein, denn z.B. Transportunternehmen sind wichtige potentielle Nutzer des Genshocks. Der wirtschaftliche Effekt wäre umso stärker, wenn sich große Transportunternehmen entscheiden würden, die Technologie einzusetzen. Besonders beim Fahren in der Stadt könnten so enorme Mengen an Energie und Kraftstoff eingespart werden.
Modell-Infrastruktur für Elektroautos
Die japanische Universitätsstadt Tsukuba ist der Mittelpunkt eines Modell-Projekts für Energieversorgung und Mobilität. Es soll dort eine Infrastruktur für Elektroautos aufgebaut werden, die mit Solarstrom betrieben wird. Neu dabei ist, dass der überzählig generierte Strom in stationären Akkus gespeichert wird. Mit diesem Konzept werden gleich mehrere Kritikpunkte am Elektroauto, die immer wieder laut werden, entkräftet. Denn die Elektroautos sind damit umweltfreundlich, da der Strom aus regenerativen Quellen kommt, und Akkus, die für den Elektrofahrzeugbetrieb nicht mehr verwendet werden können, dienen weiterhin als Speicher für Energie.
Zu der Infrastruktur gehören Schnellladestationen an öffentlichen Orten, wie etwa Supermarktparkplätzen. Diese werden über die Solarzellen mit Strom versorgt. Die Autos werden hier geladen, wird kein Auto geladen, speisen die Solarzellen ihren Strom in stationäre Akkus. Das soll es ermöglichen, den Autoakku in kürzerer Zeit zu laden als an der Steckdose. Abgerechnet wird der Strom über eine Chipkarte.
An dem Projekt sind mehrere Unternehmen beteiligt: Der japanische Autohersteller Mazda liefert die Autos vom Typ Mazda2, die mit dem Antriebsstrang des norwegischen Elektroautos Think zu Elektroautos umgebaut wurden. Ausserdem sind der japanische Mischkonzerns Itochu sowie Enerdel beteiligt. Enerdel aus den USA liefert die Akkus für die Autos und die stationären Energiespeicher. Enerdel will in dem Projekt zeigen, dass ein Akku, der seinen normalen Zyklus in einem Auto durchlaufen hat, nicht entsorgt werden muss, sondern danach noch als stationärer Energiespeicher verwendet werden kann. Das sei möglich, weil die Anforderungen an einen stationären Akku geringer seien als an einen Autoakku, erklärt Enerdel.













