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E-Mobilität auf der AMI 2010 in Leipzig
Autotrends, Premieren, Probefahrten – hautnah erleben! Unter diesem Motto versammelt sich die automobile Welt vom 10. bis 18. April 2010 wieder in Leipzig. Zur 20. Auflage der Auto Mobil International (AMI) sind 465 Ausstellern aus 17 Ländern präsent. Im Mittelpunkt steht die Präsentation renommierter Marken mit ihren aktuellen Modellreihen sowie 6 Welt-, 1 Europa- und über 70 Deutschlandpremieren/Sondermodelle. Innovationen zu den Themen alternative Antriebe, Klimaschutz und Schadstoffreduzierung bestimmen das Bild zahlreicher Messestände auf der AMI 2010. Erstmals auf der AMI als Aussteller dabei sind Energieversorger wie E.on und RWE.
Renault gibt in Leipzig mit der Präsentation seines Zoe Z.E. einen Vorgeschmack auf eine ganze Modellpalette von Autos mit reinem Elektroantrieb, die in zwei Jahren bei den Händlern stehen sollen. Peugeot tritt mit seinem iOn an. Das kleine Elektromobil soll bereits Ende 2010 seine Markteinführung feiern. Garantierte Reichweite durch eine Lithium-Batterie: 130 Kilometer. Citroën präsentiert den C-Zero, Grundlage war eine Kooperationsvereinbarung mit Mitsubishi, deren i-Miev E-Motor nun seinen Weg nach Europa gefunden hat. Toyota schickt den PHV auf die Straße, dieser verfügt über Lithium-Ionen-Batterien, die an einer herkömmlichen Steckdose in 90 Minuten aufgeladen werden können.
Konventionelle Verbrennungsmotoren verbunden mit batteriebetriebenen Elektromotoren – mit diesem Konzept agiert zum Beispiel BMW mit seinen ActiveHybrid Modellen X6 und 7. Beide Kraftpakete stehen in Leipzig im Rampenlicht. Auch Sportwagenhersteller Porsche redet mit dem Cayenne Hybrid ein gewichtiges Wörtchen mit. Der neue Opel Ampera, der 2011 auf den Markt kommt, ist das erste Hybridfahrzeug der Rüsselsheimer und weitestgehend (technisch) identisch mit dem amerikanischen Schwesternmodell Chevrolet Volt. Der Ampera fährt die ersten 60 Kilometer rein elektrisch, danach erzeugt ein Benzingenerator den Strom, den die Batterie benötigt, um das Fahrzeug weiterhin für ca. 500 Kilometer rein elektrisch anzutreiben.
Lithium-Bedarf über das Jahr 2050 gedeckt
Ziel des Nationalen Entwicklungsplans Elektromobilität der Bundesregierung ist, dass bis 2020 eine Million Elektrofahrzeuge auf den Straßen fahren. In Verbindung mit den hohen Marktwachstumszahlen in diesem Bereich stellt sich die Frage nach der Verfügbarkeit des für die Fahrzeugbatterien erforderlichen Rohstoffs Lithium. Das Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung ISI in Karlsruhe hat die voraussichtliche Lithium-Nachfrage untersucht und stellt die Ergebnisse jetzt vor.
Fazit der Studie: Selbst unter sehr zurückhaltenden Annahmen bezüglich der Vorkommen werden die weltweit vorhandenen Lithium-Reserven auch bei hohen Nachfragesteigerungen bis 2050 ausreichen. “Wenn wir von einem Szenario der Marktdurchdringung ausgehen, bei denen Elektrofahrzeuge bis 2050 weltweit 50 Prozent der Neuzulassungen im motorisierten Individualverkehr erreichen, werden unter Berücksichtigung der Verwendung von recycelten Material sowie der Lithium-Nachfrage für andere Anwendungen dann rund 20 Prozent der weltweit vorhandenen Lithium-Ressourcen verbraucht sein”, so Prof. Dr. Martin Wietschel, einer der beiden Projektleiter.
Deshalb empfehlen die Wissenschaftler, frühzeitig ein Recyclingsystem für Lithium aufzubauen sowie langfristig an der Entwicklung alternativer Batterietypen zu arbeiten, wie etwa die Zink- oder die Nickel-Batterien, die wenig bzw. kein Lithium benötigen und deren metallische Bausteine keiner Reserve-Knappheit unterliegen. Lithium ist nicht der einzige Rohstoff, der für Elektromobile benötigt wird. Dazu gehören beispielsweise Kupfer für die Wicklungen in den Elektromotoren, Indium für Displays und Neodym für den Einsatz bei Magneten in Elektromotoren.













