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Neues Material soll Akkus überflüssig machen
Europäische Forscher arbeiten an einem Material, das für den Karosseriebau bei Fahrzeugen stabil und leichtgewichtig ist, dabei aber gleichzeitig Strom speichern kann. “Karbonfaser-Polymerharz-Material” besitzt darüber hinaus noch weitere Vorteile: Im Gegensatz zu herkömmlichen Batterien kommt es nicht zu einer chemischen Reaktion. Dadurch kann es nicht nur schneller aufgeladen werden, sondern die mit der Zeit auftretenden Kapazitätsverluste, wie sie von den gängigen Lithium-Ionen-Akkus bekannt sind, können ebenfalls vermieden werden. ”Wir sind vom Potenzial dieser Technologie begeistert. Wir glauben, dass das Auto der Zukunft dank unserem Kompositmaterial Strom aus seinem Dach, seiner Motorhaube oder sogar aus der Tür beziehen kann”, sagt Emile Greenhalgh vom Department of Aeronautics des Imperial College London (ICL).
Greenhalgh koordiniert ein Dreijahres-Projekt, das nicht nur die Speicherkapazität des aus Karbonfasern und einem Polymerharz bestehenden Materials verbessern soll. “Wir erwarten, dass es in einem Fahrzeugprototypen von Volvo genutzt wird”, meint Greenhalgh gegenüber dem online portal pressetext. Dort soll eine Strom speichernde Reserveradmulde zum Einsatz kommen. Was mögliche Anwendungen des Materials betrifft, sehen die Forscher darüber hinaus kaum Grenzen. So seien Navigationssysteme denkbar, deren Gehäuse die erforderliche Energie speichert. Man könnte ein Handy haben, das so dünn ist wie eine Kreditkarte, weil es keine voluminöse Batterie mehr braucht.
Die Forscher werden zunächst die mechanischen Eigenschaften des Materials verbessern, indem sie Kohlenstoff-Nanoröhren auf den Karbonfasern ziehen. Damit sollte auch die Kapazität steigen. Es wird erwartet, dass ein Hybridmaterial entsteht, das Speichermaterial im Inneren und konventionelle Beschichtungen außen vereint. Gepaart mit geringen Spannungen von unter zehn Volt soll das eine gefahrlose Nutzung erlauben. Den Forschern zufolge könnte dadurch das Gesamtgewicht um 15 Prozent sinken. Nach Schätzung wird es nach Ende des aktuellen Projekts, noch drei bis fünf Jahre dauern, ehe die Technologie marktreif ist.
Erstes Serien-Elektrofahrzeug kommt 2010
Der im Januar 2006 in Japan vorgestellte, mehrfach ausgezeichnete Mitsubishi „i“ lieferte die Plattform für das Elektromodell. Die Elektroversion des Mitsubishi i, der i-MiEV (Mitsubishi innovative Elektric Vehicle) wurde dann im Sommer 2009 in Japan eingeführt. Für Anfang 2010 ist die Einführung der Rechtslenkerversion in Großbritannien geplant. Bis Ende 2010 folgen weitere europäische Märkte mit der dann lieferbaren Linkslenker Version, darunter auch Deutschland.
Internationale Automobilzeitschriften und die deutsche Autozeitschrift „auto motor und sport“ zeichneten das E-Auto jetzt mit dem renommierten Technik-Preis, dem „Paul-Pietsch-Preis“ aus. Denn der Mitsubishi i-MiEV ist das erste in Serie produzierte Elektro-Auto der Welt. Der nur 3,4 Meter lange Viertürer wird von einem 47 kW-Elektromotor angetrieben, der seine Energie aus Lithium-Ionen-Akkus bezieht. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt 130 km/h. Eine Reichweite von 120 km ist möglich, bevor nachgeladen werden muss. Mitsubishi wird in diesem Jahr 1.400 Exemplare produzieren.
Das Lithium-Ionen Akkupaket besteht aus 22 Modulen mit jeweils vier Zellen, diese können unter dem Fahrzeugboden in Längs- oder in Queranordnung montiert werden. Die Akkus lassen sich über einen Anschluss an der rechten Fahrzeugseite an einen regulären Haushalts-Elektroanschluss aufladen. Über einen 200V Drehstromanschluss auf der linken Fahrzeugseite läßt sich der i-MiEV binnen 30 Minuten auf 80 Prozent der Maximalkapazität aufladen. Somit ist das Fahrzeug, besonders wenn es mit Strom aus erneuerbaren Energiequellen aufgeladen wird, ein echtes Null-Emissions Fahrzeug. Der Einführungspreis steht noch nicht fest.













