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Erste mobile Brennstoffzelle

Kategorie: Energienews - 30. Oktober 2009 05:00 Uhr

Unterwegs einen leeren Akku wieder aufzuladen ist häufig wegen fehlender Stromquelle nicht immer möglich. Abhilfe schafft da die erste mobile Brennstoffzelle, die ausreichend Energie erzeugt, um einen typischen Handy-Akku voll zu laden. Brennstoffzellen gelten als erfolgversprechende Lösung, um den wachsenden Energiehunger der neuen Generation von Smartphones stillen zu können. In seinem japanischen Webshop bietet das Unterhaltungstechnik Unternehmen Toshiba nun bis Ende Oktober deshalb 3.000 Exemplare der neuen Brennstoffzellen an.

Toshibas Dynario ist eine kleine (etwa doppelt so groß wie ein Handy) messende Brennstoffzelle, die Energie durch die Mischung von Methanol und Luft erzeugt. Um das Handy mit Energie zu versorgen, müssen die Nutzer deshalb keine konventionellen Batterien mehr aufladen. Man befüllt die Zelle innerhalb von wenigen Sekunden mit 14ml Methanol und speichert die erzeugte Elektrizität in einem integrierten Lithium-Ionen-Akku zwischen, bevor das per USB-Kabel verbundene Gerät geladen wird.

Vorerst wird die mobile Methanol-Brennstoffzelle nur in Japan zum Preis von 29.000 Yen (ca. 220 Euro) angeboten. Fünf Methanol-Flaschen zum Nachfüllen mit je 50 ml können zusammen für 3.150 Yen (ca. 23 Euro) erworben werden. Innerhalb des Pilotprojekts soll getestet werden, inwiefern die Taschenkraftwerke auch auf anderen Märkten kommerziell erfolgreich sein könnten. Verfügbar ist daher auch nur eine begrenzte Stückzahl, mit deren Verkauf Toshiba Erfahrungen sammeln möchte, die in die künftige Entwicklung der Technik einfließen sollen.

Mit einem Solartaxi um die Welt

Kategorie: Energienews - 16. Oktober 2009 06:04 Uhr

53.451 Kilometer, 100 Passagiere, 38 Länder, 5 Kontinente: Der Schweizer Louis Palmer hat als Erster die Erde mit einem solarbetriebenen Fahrzeug – seinem Solartaxi – umrundet. Dabei wollte er die Welt bereisen, ohne Klimagase zu produzieren. Diese Vision konnte er mit Elektromobilität umsetzen. Im Juli 2007 brach er auf und umreiste in achtzehn Monaten auf einer Strecke von 53.451 Kilometern die Erde. Bereits 1986 begann Palmer, Skizzen von seinem ersten Solartaxi zu zeichnen.

„Ich als normaler Bürger kann die Welt zwar nicht verändern, aber ich kann damit der Welt aufzeigen, wie schlecht es um das globale Klima wirklich steht und wie viele ausgereifte Lösungen zur Senkung von Treibhausgasen es ja schon gibt, die noch viele weitere Vorteile mit sich bringen. Das Solartaxi soll einen Anstoß zu Hoffnung und Lebensfreude geben, ein Zeichen gegen die Resignation setzen und zum Nachdenken anregen. Und zeigen, dass jeder einzelne einen Schritt für den Erhalt unseres Planeten unternehmen kann“, sagt Louis Palmer.

Eine neue Art der Mobilität: Das Solartaxi ist ein elektronisch angetriebenes Fahrzeug mit einem fünf Meter langen Anhänger, der mit sechs Quadratmeter Solarzellen belegt ist. Diese Solarzellen liefern Strom für 15.000 Kilometer pro Jahr. Die erzeugte Elektrizität wird in einer Batterie gespeichert, damit auch ohne Sonnenschein gefahren werden kann. Das Solartaxi erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 90 km/h, wiegt 500 kg plus 250 kg Anhänger und verbraucht 8 kWh auf 100 km.

Elektrische Entsorgung

Kategorie: Energienews - 6. Oktober 2009 22:00 Uhr

Die Stadtreinigung Hamburg präsentierte am vergangenen Hamburger autofreien Sonntag ihr erstes Fahrzeug mit vollelektrischem Antrieb. Der “EcoCarrier” wird ab sofort mit Strom im Westen der Stadt als Liefermobil für Müllsäcke genutzt. Das Fahrzeug der Firma EcoCraft Automotiv GmbH in Wunstorf bei Hannover beschleunigt von 0 auf 50 km/h in etwa 8 Sekunden und hat eine Reichweite von rund 50 Kilometern. Bei einem Leergewicht von 1.380 Kilogramm ist eine Zuladung von 780 Kilogramm möglich.

Die Batterien des Fahrzeuges werden mit dem Strom geladen, den die Stadtreinigung zuvor aus ihren drei Windkraftanlagen und den großen Solaranlagen ins öffentliche Netz eingespeist hat. Weil daher auch bei der Erzeugung der Strommenge, die das Fahrzeug verbraucht, keine Abgase entstehen, fährt das Fahrzeug unterm Strich tatsächlich völlig abgasfrei. Mit dieser Nullemissionen und Energiekosten, die zwischen 2,50 € und 4,00 € je 100 km liegen, ist der EcoCarrier gleichzeitig umweltfreundlich und wirtschaftlich. Ein zweites, ähnliches Elektrofahrzeug mit einer Kippvorrichtung kommt ab November in Hamburg rund um den Hamburger Hansaplatz zum Einsatz.

EcoCraft Automotive fertigt in Zusammenarbeit mit VW Sarajevo Kleintransporter mit Elektroantrieb in zwei Varianten für Liefer- und Transportlösungen ohne Smog-, Feinstaub- und Kostenprobleme. Die Initiative “Deutschland – Land der Ideen”, hatte im Juli dieses Jahres den EcoCarrier als innovative Idee prämiert. Er wurde als erster serienreifer Kleintransporter der Welt mit der Zulassung für den öffentlichen Straßenverkehr entwickelt. Die Jury konnte unter mehr als 2.000 Bewerbungen auswählen.