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IAA: Die beliebtesten umweltfreundlichen Fahrzeuge
Die Internationale Automobil-Ausstellung (IAA) in Frankfurt gilt als weltgrößte Automesse. Auf der 63. IAA zeigen vom 17. bis 27. September 781 Aussteller aus 30 Ländern, darunter 63 Automobilhersteller, Neuigkeiten und Trends der Branche. Auf 190.000 Quadratmeter Ausstellungsfläche werden bis zum Wochenende 750 000 Besucher erwartet. Neben vielen PS-starken Weltpremieren zeigt sich, dass auch das Angebot alternativer Antriebe und umweltfreundlicher Technologie steigt.
Aber wie kommen die umweltfreundlichen Fahrzeuge mit den unterschiedlichsten Antrieben wie Hybrid, Efficiency Technologies und Erdgas bei den Autofahrern an? Der Online-Neuwagenvermittler MeinAuto GmbH hat ausgewertet, wie groß die Nachfrage auf ihren Seiten nach umweltfreundlichen Fahrzeugen tatsächlich ist. Dabei wurden die Verkaufszahlen der ersten acht Monate dieses Jahres ausgewertet. Generell stiegen die Verkaufszahlen auf insgesamt 2.147 Neuwagen mit klimaschonenden Technologien, das entspricht einer Steigerung von 240% gegenüber dem gesamten Vorjahr.
Die Technik deutscher Hersteller kommt danach am besten bei den Kunden an. Der VW Golf BlueMotion liegt mit 387 Verkäufen an erster Stelle. Der mit Erdgas (Compressed Natural Gas, CNG) betriebene VW Caddy EcoFuel ist mit 312 Verkäufen das meistverkaufte Erdgas-Fahrzeug. Auf Platz drei liegt die A-Klasse von Mercedes-Benz mit der BlueEFFICIENCY Technologie mit 278 verkauften Fahrzeugen. Neben der erhöhten Nachfrage ist auch fest zu stellen, dass Fahrzeuge mit alternativen Antrieben und umweltfreundlichen Technologien immer günstiger werden.
Strom aus der Straße
Die Zukunft des Automobils ist wahrscheinlich elektrisch. Das größte Problem des Elektroautos ist jedoch die begrenzte Reichweite von derzeit maximal 150 bis 200 Kilometern – trotz modernster Lithium-Ionen-Batterie-Technologie. Die deutsche Ingenieurgesellschaft Auto und Verkehr (IAV) verfolgt einen vielversprechenden Ansatz, um Elektroautos in Zukunft einfacher mit Strom zu versorgen und dabei die Reichweite des Elektroautos noch deutlich zu erhöhen: Der Akku wird ohne Kabel während der Fahrt oder beim Parken aufgeladen. Induktionsschleifen in der Fahrbahn erzeugen ein Magnetfeld, das die Autos berührungsfrei mit Energie versorgt. Steckdose und lange Aufladezeiten sind dann nicht mehr erforderlich.
In der Praxis wäre zukünftig die Fahrbahn mit versenkten elektrischen Leitern bestückt, die ein Magnetfeld erzeugen. Am Unterboden des Elektroautos befände sich als Gegenstück ein berührungsfreier Aufnehmer, in dem der Strom induziert wird. Das kann direkt während der Fahrt geschehen oder auf Vorrat (bis der Akku voll ist) beim Parken. Der Primärleiter in der Fahrbahn könnte darüber hinaus ein Steuersignal übertragen, mit dem das Auto auf der virtuellen Schiene ferngesteuert werden könnte. Das Prinzip ist von der „Carrera“-Modellautorennbahn bekannt, funktioniert aber auch berührungslos und ohne Schlitz in der Fahrbahndecke.
In der Autoproduktion oder auf großen Lagergeländen werden schon heute ferngesteuerte Flurförderfahrzeuge auf diese Art automatisch bewegt und mit Strom versorgt. Das seit Langem bekannte Prinzip der elektromagnetischen Induktion bietet zahlreiche Vorteile gegenüber allen bisher diskutierten Alternativen. Induktion ist unempfindlich gegenüber Witterungseinflüssen, und es gibt keinen mechanischen Verschleiß. Parallel zur automobilen Forschung ist die Entwicklung induktiver Stromversorgung bei Computern oder Elektrogeräten im Haushalt ein großes Inovationsthema, um den lästigen „Kabelsalat“ abzuschaffen.
Umweltprämie für Pkw, eine erste Bilanz
Die Umweltprämie, allgemein Abwrackprämie genannt, ging vergangene Woche nach fast 2 Mill. Anträgen und 5 Mrd. Euro Förderung zu Ende. Die Umweltprämie förderte den Ersatz eines alten durch einen neuen Pkw und nahm die Verbesserung der Luftschadstoffemissionen für sich in Anspruch. Sie verzichtete dabei auf konkrete Bedingungen wie eine verbesserte Effizienz von Alt-zu Neuwagen, ein striktes CO2-Limit beim Neufahrzeug oder eine Staffelung der Prämie nach der CO2-Emission des Neuwagens. Allerdings wurde die Umweltprämie nicht in erster Linie zur Umweltentlastung konzipiert, sondern um die Konjunktur anzukurbeln.
Eine Studie des Instituts für Energie- und Umweltforschung im Auftrag des Umweltbundesamt führt jetzt erstmals die Auswirkungen auf: Die Umweltprämie zeigt durchaus positive Wirkung auf die Umwelt. Die Pkw, die über die Umweltprämie gekauft wurden, emittieren weniger Luftschadstoffe und verbrauchen weniger Kraftstoff als die alten Pkw. Denn die mit Unterstützung der Prämie gekauften neuen Pkw gehören zu 85% den drei Fahrzeugsegmenten mit relativ geringer Fahrzeuggröße, Leistung und Verbrauch an, die in den Vorjahren immer nur unter 50 % der Neuzulassungen ausmachten.
Daher liegen die CO2-Emissionen der neuen Pkw durchschnittlich um rund 20 % niedriger als bei den ersetzten Pkw. Im Vergleich zu den alten Pkw sind sie um rund 1 l/100 km verbrauchsgünstiger und die Luftschadstoffemissionen der Neufahrzeuge fallen im Durchschnitt um 74 bis 99 % geringer aus. Ein kaum beachteter Umwelterfolg der Prämie lag somit im Anreiz für private Halter, direkt auf ein neues Auto anstatt auf einen Gebrauchtwagen umzusteigen und genau so viel Auto zu kaufen, wie sie benötigen. So nutzten die Käufer die Prämie zum Erwerb eines Pkw, der kleiner, moderner und deutlich effizienter ist als ein üblicher Gebrauchtwagen.













